Mediation, wenn die Lösung zwischen den Parteien liegt.
Professionelle Mediation für Unternehmen, Teams und Gesellschafter*innen im DACH-Raum. Neutral, juristisch fundiert, strukturiert, bis zur rechtsverbindlichen Abschlussvereinbarung.
Eskalierte Konflikte kosten Organisationen Geld, Zeit und Talente. Sachargumente reichen meist nicht mehr aus. Mediation schafft den Raum, in dem Interessen geklärt, Optionen entwickelt und tragfähige Lösungen verbindlich vereinbart werden, ohne den Umweg über das Gericht. Das Verfahren ist rechtlich abgesichert: Der Mediator ist zur Verschwiegenheit verpflichtet (§ 18 ZivMediatG), und solange die Mediation läuft, ist die Verjährung gehemmt (§ 22 ZivMediatG), Rechte gehen also nicht verloren. Und sie führt oft zum Ziel: Laut der österreichischen MEDIAS-Studie lösen rund 80 Prozent der Betroffenen ihren Konflikt durch Mediation ganz oder teilweise, der britische CEDR Mediation Audit weist sogar 92 Prozent aus.
Wofür Unternehmen uns buchen.
Schwerpunkt auf Arbeits- und Wirtschaftsmediation für Enterprise und KMU.
Gesellschafterkonflikte
Strategiestreit, Nachfolge, Beteiligungsfragen, bevor sie das Unternehmen lähmen.
Team- & Abteilungskonflikte
Festgefahrene Spannungen zwischen Personen, Rollen oder Abteilungen strukturiert klären.
Führung ↔ Mitarbeitende
Konflikte entlang von Erwartungen, Loyalität, Performance oder Trennungen.
B2B & Projektkonflikte
Streit zwischen Auftraggebern, Lieferanten oder Projektpartnern, ohne Reputationsverlust.
Restrukturierung & M&A
Begleitung sensibler Veränderungen, Mergers und Post-Merger-Integration.
Öffentlicher Sektor & Institutionen
Mediation in Verwaltung, Verbänden und institutionellen Settings.
Das 5-Phasen-Modell.
Strukturiert, juristisch sauber, vertraulich. Vom Auftrag bis zur Abschlussvereinbarung.
- Schritt 01
Auftragsklärung
Setting, Beteiligte, Vertraulichkeit, Mediationsvertrag.
- Schritt 02
Themen sammeln
Was alles auf den Tisch muss, vollständig und priorisiert.
- Schritt 03
Interessen klären
Hinter den Positionen die Bedürfnisse sichtbar machen.
- Schritt 04
Optionen entwickeln
Lösungsräume erweitern, bewerten, durchrechnen.
- Schritt 05
Abschlussvereinbarung
Verbindlich dokumentieren, auf Wunsch rechtsverbindlich.
Jurist, Mediator, Coach, in einer Person.
Juristisch fundiert
Magister der Rechtswissenschaften. Versteht Verträge, Strukturen und Konsequenzen.
10+ Jahre Praxis
Hunderte begleitete Mediationen im DACH-Raum, von Familienunternehmen bis Konzern.
Vertraulich & neutral
Klare Allparteilichkeit, geschützter Raum, strikte Vertraulichkeit über die Mediation hinaus.
Auf einen Blick
- Setting
- Präsenz · Hybrid · Online
- Dauer
- Ab ½ Tag · meist 3–6 Sitzungen
- Sprachen
- DE / EN
- Region
- DACH-Raum
- Vertraulichkeit
- Mediationsvertrag inkl.
Zielgruppe
- ·Geschäftsführungen & Gesellschafter*innen im KMU
- ·HR & People-Funktionen in Konzernen
- ·Aufsichtsräte, Beiräte und Vorstände
- ·Anwält*innen & Berater*innen, die eskalierte Mandate auslagern
- ·Privatpersonen in Erbe-, Familien- und Partnerschaftsthemen
Was ein ungelöster Konflikt tatsächlich kostet.
Arbeitszeit, Fluktuation, Fehlzeiten, verzögerte Entscheidungen: die vier Kostenblöcke in wenigen Minuten durchgerechnet.
Was Unternehmen vor einer Mediation wissen wollen.
Ein Gerichtsverfahren klärt Rechtsfragen und endet mit einer Entscheidung von außen. Mediation klärt Interessen und endet mit einer Lösung, die beide Seiten selbst tragen. Wenn die Geschäftsbeziehung weitergehen soll, Vertraulichkeit wichtig ist oder Zeit und Kosten eine Rolle spielen, ist Mediation meist der wirtschaftlichere Weg. Geht es um eine reine Rechtsfrage mit Präzedenzcharakter oder um die Durchsetzung eines Titels, führt der gerichtliche Weg schneller zum Ziel.
Zur FrageAm wirksamsten ist Mediation, solange die Parteien noch miteinander sprechen und die Positionen nicht öffentlich zementiert sind. Ein guter Auslöser sind wiederkehrende Eskalationen, blockierte Entscheidungen oder eine Kommunikation, die nur noch über Anwälte läuft. Auch parallel zu einem laufenden Verfahren ist Mediation möglich, sie wird dann oft ruhend gestellt begleitet.
Konfliktkompetenz als Führungsfaktor
Zur FrageMediation setzt Freiwilligkeit und ein Mindestmaß an Verhandlungsfähigkeit voraus. Bei akuter Gewalt, bei massiven Machtungleichgewichten ohne Ausgleich, bei fehlender Entscheidungsbefugnis am Tisch oder wenn eine Seite ausschließlich Zeit gewinnen will, ist sie ungeeignet. Auch dort, wo eine gerichtliche Klärung oder ein einstweiliger Rechtsschutz nötig ist, ersetzt Mediation kein Verfahren.
Zur FrageNach getrennten Vorgesprächen folgt die gemeinsame Auftrags- und Regelklärung, danach die Sammlung der Themen, die Klärung der dahinterliegenden Interessen, die Entwicklung von Optionen und schließlich die Vereinbarung. Die Ergebnisse werden schriftlich festgehalten und können anwaltlich geprüft und rechtsverbindlich ausgestaltet werden.
Zur FrageDie meisten Wirtschaftsmediationen brauchen drei bis sechs Sitzungen, verteilt über einige Wochen. Eine Sitzung dauert mindestens 90 Minuten, häufig drei Stunden. Alternativ sind ein- oder zweitägige Sitzungen im Offsite-Format möglich, in denen über zwölf bis 48 Stunden konzentriert an einem Fall gearbeitet wird, um ihn in einem Zug abzuschließen. Abgerechnet wird nach Stunden- oder Tagsatz, ein konkretes Angebot entsteht nach dem kostenfreien Erstgespräch.
Zur FrageOhne Zustimmung beider Seiten gibt es keine Mediation. Häufig liegt die Zurückhaltung aber an fehlender Information über Ablauf, Kosten und Vertraulichkeit. Ein neutral formuliertes Einladungsschreiben und ein getrenntes Vorgespräch räumen viele dieser Bedenken aus. Bleibt die Ablehnung bestehen, ist ein Konfliktcoaching für die eigene Seite die sinnvolle Alternative.
Konfliktcoaching für Führungskräfte
Zur FrageNotwendig ist das nicht, in wirtschaftlich oder rechtlich komplexen Fällen aber sinnvoll. Der Mediator ist allparteilich und darf keine Rechtsberatung für eine Seite leisten. Eine anwaltliche Begleitung im Hintergrund sichert die rechtliche Bewertung von Optionen und die saubere Ausformulierung der Abschlussvereinbarung.
Zur FrageEingetragene Mediatorinnen und Mediatoren sind nach dem Zivilrechts-Mediations-Gesetz zur Verschwiegenheit verpflichtet. Für die Parteien und alle Beteiligten wird die Vertraulichkeit zusätzlich in der Mediationsvereinbarung geregelt, inklusive Umgang mit Unterlagen und mit Informationen aus Einzelgesprächen. Nach außen wird nur kommuniziert, was gemeinsam festgelegt wurde.
Zur FrageDas Zivilrechts-Mediations-Gesetz sieht eine Hemmung von Verjährungs- und sonstigen Fristen für die Dauer der Mediation vor, allerdings ausschließlich bei eingetragenen Mediatorinnen und Mediatoren. Eine bloß eintragungsfähige Ausbildung oder eine nicht eingetragene Person löst diese Wirkung nicht aus, dieser Unterschied wird in der Praxis regelmäßig verwechselt. Die genaue Wirkung hängt zudem vom Einzelfall sowie von Beginn und Ende der Mediation ab. Diese Frage gehört vor Beginn anwaltlich geprüft, damit keine Frist ungewollt abläuft.
Zur FrageEingetragen ist, wer in der beim Bundesministerium für Justiz geführten Liste der Zivilrechtsmediatorinnen und Zivilrechtsmediatoren steht. Voraussetzung sind eine geregelte Ausbildung, Vertrauenswürdigkeit und laufende Fortbildung. Für Unternehmen ist das relevant, weil an diese Eintragung gesetzliche Pflichten wie Verschwiegenheit und Wirkungen wie die Fristenhemmung geknüpft sind.
Mediationsausbildung nach ZivMediatG
Zur FrageIn der Mediation entwickeln die Parteien die Lösung selbst, der Mediator führt nur das Verfahren. In der Schlichtung schlägt eine dritte Person eine Lösung vor, die angenommen oder abgelehnt werden kann. Im Schiedsverfahren entscheidet ein Schiedsgericht verbindlich, ähnlich einem Urteil. Der Unterschied liegt also darin, wer am Ende entscheidet.
Zur FrageDie direkten Kosten wie Anwalts- und Verfahrenskosten sind meist der kleinere Teil. Teurer sind Arbeitszeit von Führungskräften, verschleppte Entscheidungen, Krankenstände, Fluktuation, verlorene Kundenbeziehungen sowie Projekte, die stillstehen, weil zwei Bereiche nicht mehr zusammenarbeiten. Eine realistische Einschätzung entsteht, wenn diese Positionen für den konkreten Fall grob bewertet werden: gebundene Stunden mal Kostensatz plus verzögerter Umsatz. Diese Rechnung ist meist der Auslöser dafür, dass ein Konflikt aktiv bearbeitet statt ausgesessen wird.
Zur FrageTypisch sind Konflikte an Schnittstellen zwischen Bereichen, etwa Vertrieb gegen Produktion oder Fachbereich gegen IT, weiters Rollen- und Zuständigkeitskonflikte nach Reorganisationen, Führungskonflikte zwischen Team und Leitung, Gesellschafter- und Nachfolgekonflikte in Familienunternehmen sowie Vertrags- und Lieferantenkonflikte. Die meisten davon sind keine Charakterfrage, sondern Folge unklarer Ziele, Ressourcen oder Entscheidungswege.
Zur FrageFrühe Signale sind der Wechsel von Sachthemen zu Personen, Kommunikation nur noch schriftlich und mit Kopie an Dritte, Lagerbildung im Team, das Sammeln von Belegen sowie Entscheidungen, die immer wieder vertagt werden. Das Stufenmodell von Friedrich Glasl beschreibt diesen Verlauf in neun Stufen, von der Verhärtung über Koalitionen bis zur bewussten Schädigung. Wichtig ist die Erkenntnis, dass die geeignete Intervention von der Stufe abhängt: Moderation wirkt früh, später braucht es Mediation, ganz oben nur noch ein Machtwort oder ein Verfahren.
Konfliktkompetenz als Führungsfaktor
Zur FrageEin funktionierendes System besteht aus klaren Anlaufstellen, definierten Eskalationsstufen, geschulten Führungskräften, internen Konfliktlotsen oder Ombudspersonen sowie einem externen Zugang zu Mediation für schwere Fälle. Dazu kommen Regeln zu Vertraulichkeit, eine einfache Dokumentation ohne Bürokratie und eine jährliche Auswertung der Fälle. Der Nutzen entsteht nicht durch das Papier, sondern dadurch, dass Mitarbeitende wissen, wohin sie sich wenden können, bevor die Lage kippt.
Zur FrageDie erste Verantwortung liegt bei der direkten Führungskraft, weil sie Rollen, Ziele und Ressourcen steuert. HR sorgt für Prozess, Fairness und Rechtssicherheit, die Geschäftsführung entscheidet über Ressourcen sowie externe Unterstützung. Sobald die Führungskraft selbst Teil des Konflikts ist oder Vertrauen fehlt, braucht es eine neutrale dritte Person von außen, sonst wird jede Klärung als parteilich gelesen.
Zur FrageImpulse zum Thema
- Konflikt & Führung
Zwischen Recht haben und wirkungsvoll führen: Konfliktkompetenz als zentraler Führungsfaktor.
- Mediation
Wenn Mediation zur Führungsaufgabe wird: Rollen, Grenzen und Prozessführung.
- Konfliktkompetenz
Konfliktkompetenz für Führungskräfte: Warum die Vermeidung teurer ist als jede Eskalation.
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